Sharkoon Skiller SGM70W - Test/Review
Mit der Skiller SGM70W erweitert Sharkoon sein Portfolio um eine ultraleichte Gaming-Maus, die sich vor allem an ambitionierte E-Sport-Spieler richtet.
Von Christoph Miklos am 02.08.2026 - 14:32 Uhr

Verarbeitung | Technik | Einstellungen


Verarbeitung


Unser Testmuster erreichte die Redaktion in einer stabilen, farbig bedruckten Verpackung. Zum Testzeitpunkt ist die Sharkoon Skiller SGM70W ausschließlich in einer schwarzen Farbvariante erhältlich. Mit Abmessungen von 118 × 62 × 37 Millimetern (L × B × H) richtet sich die Gaming-Maus vor allem an Nutzer mit kleinen bis mittelgroßen Händen. Trotz integriertem Akku bringt sie lediglich 49 Gramm auf die Waage und zählt damit zu den leichtesten High-End-Gaming-Mäusen am Markt. Das geringe Gewicht sorgt insbesondere in schnellen, kompetitiven Spielen für ein besonders agiles Handling und unterstützt präzise sowie mühelose Mausbewegungen.
Die Verarbeitungsqualität der Sharkoon Skiller SGM70W bewegt sich auf einem hohen Niveau. Trotz des sehr geringen Gewichts wirkt das Gehäuse stabil und sauber verarbeitet. Knarzgeräusche oder auffällige Verwindungen konnten wir im Test nicht feststellen. Die matte Kunststoffoberfläche bietet eine angenehme Haptik und sorgt auch bei längeren Gaming-Sessions für einen sicheren Halt. Insgesamt stehen fünf frei belegbare Tasten zur Verfügung: die beiden Haupttasten, zwei Daumentasten auf der linken Seite sowie ein klickbares Mausrad. Das gummierte Mausrad besitzt eine gerillte Oberflächenstruktur und überzeugt mit einer klar definierten Rasterung. Die einzelnen Stufen sind deutlich spürbar, ohne dabei zu schwergängig auszufallen. Auch der Mittelklick löst präzise mit einem gut definierten Druckpunkt aus.
Für die beiden Haupttasten verbaut Sharkoon hochwertige Huano-Mikroschalter, die laut Hersteller auf eine Lebensdauer von bis zu 100 Millionen Klicks ausgelegt sind. Im Praxistest überzeugen sie mit einem knackigen, direkten Druckpunkt und einem angenehm präzisen Auslöseverhalten. Die Tasten reagieren schnell und vermitteln ein hochwertiges Klickgefühl, das sowohl bei kompetitiven Shootern als auch im Alltag überzeugt. Die beiden Daumentasten fallen etwas weicher aus, bieten aber ebenfalls einen klar definierten Druckpunkt und lassen sich gut erreichen.
Auf der Unterseite der Sharkoon Skiller SGM70W sind ab Werk großflächige Gleiter aus Glas montiert, die auf unterschiedlichsten Oberflächen für exzellente Gleiteigenschaften sorgen. Dem Lieferumfang liegen alternativ klassische PTFE-Gleiter bei, sodass Anwender das Gleitverhalten ganz nach ihren persönlichen Vorlieben anpassen können. Ebenfalls auf der Unterseite befinden sich der Ein-/Aus-Schalter sowie eine Multifunktionstaste, über die sich die DPI-Stufen oder die Polling-Rate direkt an der Maus einstellen lassen. Der Lieferumfang fällt zweckmäßig aus und umfasst neben der Sharkoon Skiller SGM70W ein 1,8 Meter langes, textilummanteltes USB-C-auf-USB-A-Kabel mit vergoldetem USB-Stecker sowie einen kompakten USB-Nano-Empfänger für den kabellosen 2,4-GHz-Betrieb.

Technik


Technisch setzt die Sharkoon Skiller SGM70W auf moderne Komponenten und richtet sich damit klar an ambitionierte Gamer. Herzstück der Maus ist der bewährte optische PixArt-PAW3395-Sensor, der eine maximale Auflösung von 26.000 DPI bietet und selbst schnelle sowie präzise Bewegungen zuverlässig erfasst. Die minimale Empfindlichkeit liegt bei 400 DPI, wodurch sich die Maus sowohl für Low-Sense- als auch High-Sense-Spieler eignet. Die Datenübertragung erfolgt wahlweise kabelgebunden oder kabellos über eine 2,4-GHz-Funkverbindung. Ein besonderes Ausstattungsmerkmal der Sharkoon Skiller SGM70W ist die hohe Polling-Rate im kabellosen Betrieb. Per Taste an der Unterseite lässt sich die Abfragerate flexibel auf 1.000, 4.000 oder sogar 8.000 Hz einstellen.
Während 1.000 Hz für die meisten Anwender bereits vollkommen ausreichend sind, richten sich die höheren Stufen gezielt an ambitionierte E-Sport-Spieler. Eine Polling-Rate von 8.000 Hz bedeutet, dass die Maus ihre Position bis zu 8.000 Mal pro Sekunde an den PC übermittelt. Dadurch sinkt die theoretische Eingabeverzögerung von rund 1 Millisekunde bei 1.000 Hz auf lediglich etwa 0,125 Millisekunden. In der Praxis sorgt dies für eine nochmals direktere und flüssigere Zeigerbewegung – vorausgesetzt, das Spiel sowie die Hardware können davon profitieren. Besonders Besitzer von 360-, 480- oder gar 500-Hz-Monitoren sowie leistungsstarken Gaming-PCs können von der höheren Abfragerate profitieren. Allerdings bringt die 8.000-Hz-Einstellung auch Nachteile mit sich. Zum einen steigt die CPU-Auslastung leicht an, da deutlich mehr Eingabedaten verarbeitet werden müssen. Zum anderen erhöht sich der Energieverbrauch der Maus spürbar, was sich entsprechend negativ auf die Akkulaufzeit auswirkt. Hinzu kommt, dass der Unterschied zu 1.000 oder 4.000 Hz im normalen Spielbetrieb für viele Nutzer kaum wahrnehmbar ist und eher in speziellen Szenarien oder im professionellen E-Sport eine Rolle spielt.
Für die kabellose Energieversorgung setzt Sharkoon auf einen integrierten Lithium-Polymer-Akku mit einer Kapazität von 500 mAh. Die erreichbare Laufzeit hängt dabei maßgeblich von der gewählten Polling-Rate ab. Bei 1.000 Hz gibt der Hersteller eine maximale Akkulaufzeit von bis zu 70 Stunden an. Wird die Abfragerate auf 4.000 Hz erhöht, reduziert sich die Laufzeit auf bis zu 26 Stunden. Im 8.000-Hz-Modus sind schließlich noch bis zu 23 Stunden möglich. Ist der Akku erschöpft, lässt sich die Sharkoon Skiller SGM70W unkompliziert über das mitgelieferte USB-C-Kabel aufladen und gleichzeitig ohne Einschränkungen im kabelgebundenen Betrieb weiternutzen. Dadurch entstehen auch bei leerem Akku keine längeren Spielpausen.

Keine Software


Sharkoon verzichtet bei der Skiller SGM70W vollständig auf eine Konfigurationssoftware. Sämtliche Einstellungen werden direkt an der Maus vorgenommen. Über die Multifunktionstaste auf der Unterseite lassen sich die DPI-Stufen (400, 800, 1.600, 3.200 und 26.000 DPI) sowie die Polling-Rate (1.000, 4.000 und 8.000 Hz) schnell und unkompliziert umschalten. Eine LED-Anzeige informiert dabei über die jeweils aktive Einstellung. An der linken Gehäuseseite befindet sich zusätzlich ein praktischer Akkustand-Indikator, der jederzeit einen schnellen Überblick über den aktuellen Ladezustand ermöglicht. Gerade im kabellosen Betrieb ist diese Lösung hilfreich, da sich ein leerer Akku so rechtzeitig erkennen lässt. Der Verzicht auf eine Software hat jedoch nicht nur Vorteile. Zwar funktioniert die Maus sofort nach dem Anschließen ohne Installation zusätzlicher Programme und eignet sich damit auch für Systeme, auf denen keine Software installiert werden soll oder darf. Gleichzeitig müssen Anwender aber auf Komfortfunktionen verzichten. So lassen sich weder Makros erstellen noch Tasten individuell belegen oder Sensorparameter und Lift-off-Distance fein abstimmen. Wer gerne umfangreiche Profile anlegt oder seine Maus bis ins Detail personalisiert, wird die fehlende Software daher vermissen.
Der Nager wurde automatisch unter Windows 10/11 erkannt.

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