Alle Ergebnisse
Fakten
Plattformen
PlayStation 5 Pro
Xbox Series S
Xbox Series X
PlayStation 5
PC
Publisher
Capcom
Entwickler
Capcom
Release
27.02 2026
Genre
Action
Typ
Vollversion
Pegi
18
Webseite
Preis
59,99 Euro
Media (30)
Galerie
Das Entwicklerteam hat die Handlung von Requiem großartig inszeniert und sorgt für einige Höhepunkte. Aber keine Sorge: Fans der Reihe bekommen nach wie vor „trashige“ und unlogische Elemente geboten - ansonsten wäre es auch kein „echtes“ Resident Evil. Als Resi-Neulinge muss man jedoch keine Angst haben, denn auch ohne Hintergrundwissen kann man der Geschichte gut folgen. Langjährige Fans dürfen sich zusätzlich auf ein paar nostalgisch aufgeladene Momente freuen.
Ein kleines Highlight ist der neue Antagonist Dr. Viktor Gideon, der herrlich verstörend und vor allem mysteriös inszeniert wurde. Leon bleibt hingegen recht eindimensional - ein stereotypischer Actionheld und Sprücheklopfer. Grace füllt die Rolle der Heldin wider Willen gut aus, bekommt genügend Raum für ihre eigene Geschichte, wirkt für eine FBI-Agentin aber zuweilen etwas naiv.
Auch die Locations sind abwechslungsreich gestaltet: Der Einstieg von Requiem führt ins Wrenwood Hotel, das mit engen Fluren, verschlossenen Zimmern und verstörenden Details eine dichte Atmosphäre erzeugt. Später geht es in Rhodes Hill, einer großen Privatklinik mit zwei weitläufigen Flügeln. Dort muss man Gegenstände finden, Schlüssel suchen, neue Bereiche freischalten, Abkürzungen öffnen. Das sorgt für Spannung und ein vertrautes Seriengefühl, bringt aber auch viel Laufarbeit mit sich. Hinzu kommt ein sehr knapp bemessenes Inventar.
Regelmäßig muss man zur Lagerkiste zurück, um Platz zu schaffen oder um Heil-Items zwischenzulagern. Das erhöht zwar den Druck, bremst den Spielfluss jedoch stellenweise unnötig. Um das viele Laufen etwas spannender zu machen, muss man stellenweise umherstreunenden Riesenmonstern ausweichen, die man nicht töten kann; allerdings ist es nicht besonders schwierig, den Bestien zu entkommen.
Inszenatorisch leistet sich der neuste Capcom-Titel kaum Schwächen. Der Horror entsteht nicht allein durch Blut und Schockmomente, sondern auch durch Sounddesign, Lichtstimmung und das ständige Gefühl, beobachtet zu werden. Es gibt gelungene Überraschungen und bisweilen sogar makabren Humor.
Die Steuerung ist in beiden Perspektiven punktgenau, die Handhabung der Waffen fühlt sich wuchtig und präzise an, und auch das Zerlegen der Infizierten sorgt für ein morbides Grinsen bei jedem Horror-Fan.
Requiem wäre kein echtes Resident Evil, wenn es nicht vor bizarren Mutationen wimmeln würde. Besonders im ersten großen Abschnitt, dem Sanatorium, präsentiert Capcom einige der verstörendsten Kreaturen der Reihe. Sie sorgen nicht nur bei Protagonistin Grace für Entsetzen, sondern dürften auch Spieler erschrecken. Auffällig sind dabei die tragischen Hintergrundgeschichten der Infizierten, die sich über verstreute Notizen erschließen und teilweise sogar Mitgefühl wecken. Selbst die „einfachen“ Zombies zeigen noch Spuren ihrer früheren Persönlichkeit und gehen weiterhin ihren alten Tätigkeiten nach: Ein Koch klopft in der Küche Fleisch, eine Sängerin tritt in der Bar auf, und eine Reinigungskraft schrubbt obsessiv die Toiletten. Diese Verhaltensweisen lassen sich stellenweise sogar taktisch beim Schleichen ausnutzen. Im späteren Verlauf werden Zombies zwar wieder zur reinen Abschussware, verfügen aber immer noch über kreative Eigenschaften, die immer wieder neue Herangehensweisen erfordern. Bosskämpfe gibt es mit Leon auch. Diese sind zwar gut inszeniert aber leider viel zu einfach. Im Prinzip muss man nur gezielte Schüsse auf die Schwachstellen abgeben.
Die deutsche Sprachausgabe finden wir sehr gelungen. Es gibt weder Multiplayer noch Mikrotransaktionen, die USK hat eine Freigabe ab 18 Jahren erteilt.
Christoph meint: Capcom liefert einen sehr gelungenen Serienableger ab, der sowohl Fans als auch Neueinsteiger gut unterhält und das Beste aus Horror und Action vereint!
“Mit Resident Evil Requiem gelingt Capcom ein überzeugender Spagat zwischen klassischem Survival-Horror und actionreicher Zombiehatz. Die Kampagne kombiniert zwei unterschiedliche Spielstile: Während Grace vor allem für eine düstere, rätsellastige und schleichbetonte Horror-Erfahrung steht, liefert Leon die gewohnt explosive Action-Perspektive der Reihe. Atmosphärisch starke Schauplätze, eine gelungene Inszenierung und zahlreiche verstörende Kreaturen sorgen dafür, dass sich Requiem jederzeit wie ein echtes Resident Evil anfühlt.
Besonders positiv fallen die dichte Atmosphäre, das starke Sounddesign und die technisch beeindruckende Umsetzung auf Basis der RE Engine auf. Auch die tragischen Hintergrundgeschichten einiger Infizierter geben dem Horror eine ungewohnt menschliche Note. Kleine Schwächen zeigen sich hingegen bei der stellenweise unnötigen Laufarbeit, den recht einfachen Bosskämpfen und der etwas blassen Charakterzeichnung von Leon.
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