Razer Huntsman V3 Tenkeyless 8KHz - Test/Review
Mit der Huntsman V3 Tenkeyless 8KHz richtet sich Razer einmal mehr an ambitionierte E-Sportler und kompetitive Spieler, die keinerlei Kompromisse bei Geschwindigkeit und Präzision eingehen möchten.
Von Christoph Miklos am 06.07.2026 - 02:24 Uhr

Verarbeitung | Schalter | Spezialfunktionen


Verarbeitung


Die Razer Huntsman V3 Tenkeyless 8KHz wird in einem stabilen, hochwertig bedruckten Karton ausgeliefert. Unser schwarzes Testmuster setzt auf das kompakte Tenkeyless-Format und verzichtet somit auf einen Nummernblock. Mit Abmessungen von 361 × 28 × 139 mm (B × H × T) und einem Gewicht von 795 Gramm bietet die Tastatur einen guten Kompromiss aus Stabilität und Platzersparnis. Für einen hochwertigen Gesamteindruck sorgt die aus Aluminium gefertigte Oberseite, während das Unterteil aus robustem Kunststoff besteht. Die Verarbeitungsqualität bewegt sich auf einem sehr hohen Niveau: Das Gehäuse ist verwindungssteif, Knarzgeräusche oder nachgiebige Stellen konnten wir im Test nicht feststellen. Auch die verbauten Doubleshot-PBT-Tastenkappen überzeugen mit ihrer angenehm rauen Oberfläche und einer hohen Widerstandsfähigkeit gegenüber Abnutzung und Glanzbildung. Die werkseitig geschmierten Analog-Switches sorgen für einen gleichmäßigen und angenehm weichen Tastenanschlag. In Verbindung mit der internen Schaumstoffdämmung entsteht ein vergleichsweise gedämpftes Klangbild, das deutlich hochwertiger wirkt als bei vielen herkömmlichen Gaming-Tastaturen. Zwar erreicht die Huntsman V3 Tenkeyless 8KHz nicht ganz das akustische Niveau hochwertiger Custom-Keyboards, innerhalb ihres Marktsegments hinterlässt sie jedoch einen sehr guten Eindruck. Gummierte Standfüße sorgen für einen sicheren Halt auf dem Schreibtisch, während sich der Neigungswinkel der Tastatur über zweistufige Standfüße an die eigenen Vorlieben anpassen lässt. Insgesamt hinterlässt die Huntsman V3 Tenkeyless 8KHz einen erstklassigen Eindruck und leistet sich in puncto Verarbeitung keinerlei Schwächen.
Der Lieferumfang besteht lediglich aus einem flexiblen USB-A-auf-USB-C-Kabel (1.8 Meter). Eine Handballenauflage gibt es nicht.

Razer Analog Optical Switch Gen-2 Schalter


Das Highlight der neuen Razer Huntsman V3 Tenkeyless 8KHz sind die hauseigenen Analog Optical Switches der zweiten Generation. Die Analog Optical Switches ermitteln anhand des Lichts, das durch die Schalter fließt, wie weit diese betätigt wurden. Im Gegensatz zu herkömmlichen mechanischen Schaltern kommen bei den Razer-Switches weniger bewegliche Teile zum Einsatz, was für eine längere Lebensdauer sorgt. Der Hersteller spricht hier von bis zu 100 Millionen Anschlägen. Der lineare Schalter löst wahlweise in einem Bereich zwischen 0.10 bis 4.0 Millimeter aus, wobei die Entscheidung für jede einzelne Taste getroffen werden kann. Praktisch ist der integrierte Schnellanpassungsmodus, der sich über die Tastenkombination Fn + Tab aufrufen lässt. In diesem Modus kann die Auslösehöhe der einzelnen Tasten direkt an der Tastatur getestet und mithilfe der Pfeiltasten angepasst werden. Die vorgenommenen Einstellungen werden nach dem Verlassen des Modus mit der Esc-Taste im integrierten Speicher abgelegt und bleiben somit auch ohne installierte Software erhalten. Dadurch lassen sich wichtige Parameter komfortabel direkt am Keyboard anpassen, was insbesondere für Turniere oder Systeme ohne Razer Synapse von Vorteil ist.
Der aufzuwendende Tastendruck ist sehr gering und liegt mit 40 Gramm deutlich unter dem, der bei Folientastaturen (80 Gramm) oder anderen mechanischen Tastaturen (60 bis 80 Gramm) aufgeboten werden muss. Laut Hersteller sind die Schalter auf bis zu 100 Millionen Betätigungen ausgelegt und versprechen damit eine lange Lebensdauer – selbst bei intensiver täglicher Nutzung.

Spezialfunktionen


Gamepad Modus: Mit diesem Feature können die WASD-Tasten wie der Analog-Stick des Controllers und die Q- und E-Tasten wie die Trigger-Tasten funktionieren, was man bereits von Wooting-Tastaturen kennt und zum Beispiel für Rennspiele genutzt werden kann. Allerdings ist die Bedienung etwas gewöhnungsbedürftig und es ist sicherlich einfacher, ein Gamepad anzuschließen und zu bedienen.
Rapid Trigger Modus: Auf der Registerkarte "Trigger" der Synapse-Software kann der Triggerpunkt für Tastenanschläge entweder für einzelne Tasten oder für die gesamte Tastatur zwischen 0.1 und 4.0 mm eingestellt werden, wobei die Standardeinstellung bei 1.2 mm liegt. Das Rapid-Trigger-Feature, das Tastenanschläge direkt nach dem Drücken zurücksetzt und so extrem schnelle Anschläge ermöglicht, kann hier ebenfalls von 1.0 mm bis 0.1 mm konfiguriert werden.
Snap Tap Funktion: Im Snap-Tap-Modus wird die letzte Eingabe als priorisiert erkannt, falls zwei entgegengesetzte Richtungseingaben erkannt werden. Aktuell wird, vor allem im eSport-Bereich, darüber diskutiert, ob es sich bei diesem Feature um „cheating“ handelt.

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