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Inhalt
Fakten
Hersteller
Keychron
Release
Ende Mai 2025
Produkt
Tastatur
Preis
ab 134,90 Euro
Webseite
Media (13)
Unser Testmuster wird in einem stabilen Karton angeliefert, misst 320.5x40.7x126.7 mm und bringt 965 Gramm auf die Waage. Das 75-Prozent-Layout verzichtet auf den Nummernblock und ein paar Extratasten. Als Spieler sollte das eher gewöhnungsbedürftige Layout kein Problem darstellen - im Office-Bereich wahrscheinlich schon. Das wertige Gehäuse wurde aus Metall und Kunststoff gefertigt. Die Verwindungssteifheit des Keyboards gibt keinerlei Anlass zur Kritik, hier knarzt oder wackelt nichts. Mehrere Dämmschichten und ein geschlossenes Gehäuse machen sich bezahlt: Die K2 gibt am Anschlag ein dumpfes „Tack“ von sich. Stabilisatoren und Schalter sind bereits ab Werk mit Schmiermittel versehen, um ein weicheres, reibungsloses Tippgefühl ohne kratzigen Klang zu garantieren. Die Tastenkappen bestehen aus Polybutylenterephthalat (PBT) und sind deutlich langlebiger als ABS-Keycaps.
Darüber hinaus lassen sich die Schalter per mitgeliefertem Tool austauschen. Aber Vorsicht: Trotz Hot-Swap-Sockeln können sie nicht beliebig gegen andere HE-Taster ausgetauscht werden. Ersatz ist nur gegen andere Dual-Rail-Modelle des Herstellers (Gateron) möglich, von denen aktuell drei Varianten existieren. Neben den verbauten Nebula-Modellen gibt es noch eine leichtgängigere und eine schwergängigere Variante, die Keychron für rund 48 Euro pro Satz vertreibt.
Gummierte Klappfüße an der Rückseite garantieren eine rutschfeste Arbeitsweise. Auch lässt sich der Neigungswinkel des Eingabegerätes verstellen. Das abnehmbare und geflochtene USB-A-auf-USB-C-Kabel mit einem angewinkelten USB-C-Stecker kommt mit einer ausreichenden Länge von 1.8 Metern daher. Der Anschluss des Keyboards erfolgt über einen freien USB-A-2.0-Port. Verarbeitungsmängel konnten wir an unserem Sample nicht feststellen.
Ein Hall-Effekt-Switch erfasst durchgehend die genaue Position der Taste, genauer gesagt eines kleinen Magneten, der im Stempel des Switches sitzt. So wird jeder Tastenanschlag von einem hochmodernen Sensor erfasst, der auf Änderungen des Magnetfeldes reagiert. Das resultiert zum einen in einer beeindruckenden Langlebigkeit, da es keinen physischen Kontakt gibt. Zum anderen ist der Auslösepunkt nicht festgelegt, sondern kann, wie bei den Gateron 2.0 Double-Rail Magnetic Nebula zwischen 0.1 mm und 4.0 mm eingestellt werden. Den Auslösepunkte kann man per Software auswählen.
Die linearen Schalter besitzen eine Betätigungskraft von zirka 40 g und platzieren sich dabei in etwa auf dem Level der roten CHERRY MX Switches. Laut Hersteller bieten die neuartigen Switches eine Lebensdauer von 150 Millionen Klicks.
Dynamic Keystroke ist ein weiteres Hall-Effekt-Schalter-Feature, das für Spieler besonders nützlich ist. Mithilfe dieser Funktion können bis zu vier Aktionen mit einem Tastendruck ausführt werden. Dabei ist DKS einem Makro sehr ähnlich, allerdings fehlen alle Automatisierungen. Dafür kann mit diesem Feature per Software vier verschiedene Aktionen auf vier unterschiedlich Positionen des Tastendrucks verteilen. Eine Thumbstick-Funktion ist ebenfalls am Start.
Auch lässt sich die RGB-Beleuchtung jeder einzelnen Taste anpassen. Was man jedoch beachten sollte: Trotz LEDs bleiben die Tasten der Special Edition dunkel, das verhindern die Tastenkappen im gerundeten, von allen Seiten zur Mitte hin abfallenden OSA-Profil. Licht kommt nur durch die Lücken zwischen den Tasten. Dank hohem Kontrast der Beschriftung bleibt die Beschriftung aber auch bei schwierigen Lichtverhältnissen gut lesbar.
Der verbaute 4.000 mAh großer Akku bietet, mit deaktivierter Beleuchtung, eine Laufzeit von maximal 110 Stunden. Mit Beleuchtung sinkt die Zeit auf zirka 50 bis 55 Stunden (je nach Helligkeitsstärke und RGB-Modus).
Last but not least wissen auch der anpassbare Auslösepunkt und das Rapid Trigger Feature zu gefallen - vor allem beim Zocken. Kleiner Wehrmutstropfen: Die Leertaste ist, aufgrund der speziellen Stabilisatoren, sehr schwergängig.
Christoph meint: Wertige 75%-Wireless-Tastatur mit moderner Technik und Schaltern!
“Das neue Keychron K2 HE Wireless Special Edition weiß zu gefallen. Für die K2 HE sprechen die sehr gute Verarbeitungsqualität (Gehäuse und Tastenkappen), hohe Rutschfestigkeit und dezente sowie komplett anpassbare Einzeltastenbeleuchtung. Das Highlight sind die neuen und vorgeschmierten Gateron 2.0 Double-Rail Magnetic Nebula Schalter mit Hall-Effekt-Technologie. Die Switches fühlen sich nicht nur verdammt gut beim Tippen an, sondern sind auch technisch gesehen top. Spieler dürfen sich über einen anpassbaren Auslösepunkt, Dynamic Keystroke und Rapid Trigger freuen. Auf der technischen Seite gibt es eine latenzfreie 2.4-GHz-Verbindung (+Bluetooth und Kabelmodus), eine ordentliche Akkulaufzeit und eine praktische Windows-Mac-Switchfunktion. Die webbasierte und sehr übersichtliche Software ist ebenfalls ein großer Pluspunkt. Kritik gibt es für die schwergängige Leeertaste und das gewöhnungsbedürftige Layout (vor allem im Office-Bereich). Der Verkaufspreis von knapp 135 Euro geht angesichts der gebotenen Leistung und Qualität in Ordnung.