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Inhalt
Fakten
Hersteller
KFA2
Release
März 2025
Produkt
Grafikkarte
Preis
ab 970,81 Euro
Webseite
Media (17)
Das GB203-Silizium ist im Wesentlichen in der gleichen Komponentenhierarchie aufgebaut wie frühere Generationen von NVIDIA-GPUs, jedoch mit einigen bemerkenswerten Änderungen. Die GPU verfügt über eine PCI-Express 5.0 x16-Hostschnittstelle. PCIe Gen 5 gibt es seit Intels 12. Generation Core „Alder Lake“ und AMDs Ryzen 7000 „Zen 4“. Die GPU ist selbstverständlich mit älteren PCIe-Generationen kompatibel. Der GB203 verfügt außerdem über die neue GDDR7-Speicherschnittstelle, die mit dieser Generation ihr Debüt feiert. Der Chip verfügt über einen 256 Bit breiten Speicherbus, was der Hälfte der Busbreite des GB202 entspricht, der den RTX 5090 antreibt. NVIDIA nutzt diesen, um 16 GB Speicher mit 30 Gbit/s Geschwindigkeit anzutreiben, was eine Speicherbandbreite von 960 GB/s ergibt, was einer Steigerung von 34 % gegenüber dem RTX 4080 und seinem 22.5 Gbit/s GDDR6X entspricht.
Der neue Tensor-Kern der 5. Generation bietet Unterstützung für das FP4-Datenformat (1/8 Präzision) für sich schnell bewegende atomare Arbeitslasten und bietet den 32-fachen Durchsatz des allerersten Tensor-Kerns, der mit der Volta-Architektur eingeführt wurde. Im Laufe der Generationen nutzten KI-Modelle Datenformate mit geringerer Präzision und Sparsity, um die Leistung zu verbessern. Der AI Management Processor (AMP) ermöglicht gleichzeitige KI- und Grafik-Workloads auf den höchsten Ebenen der GPU, sodass er gleichzeitig Echtzeitgrafiken für ein Spiel rendern kann, während ein LLM ausgeführt wird, ohne die Leistung des anderen zu beeinträchtigen. AMP ist ein spezialisierter Hardware-Scheduler für alle KI-Beschleunigungsressourcen auf dem Silizium. Dies spielt eine entscheidende Rolle für das Funktionieren der DLSS 4-Multiframe-Generierung.
Der GB203 und der Rest der GeForce-Blackwell-GPU-Familie basieren auf genau demselben TSMC-Foundry-Knoten „NVIDIA 4N“, der tatsächlich 5 nm groß ist, wie die Ada der vorherigen Generation. Daher konzentrierte sich NVIDIA darauf, innovative neue Wege zur Verwaltung von Strom und Thermik zu finden. Dies geschieht durch eine neu gestaltete Power-Management-Engine, die auf Clock-Gating, Power-Gating und Rail-Gating der einzelnen GPCs und anderer Komponenten der obersten Ebene basiert. NVIDIA hat auch an der Geschwindigkeit gearbeitet, mit der die GPU leistungsbezogene Entscheidungen trifft.
Die Blackwell-GPUs haben aktualisierte Tensor-Kerne der fünften Generation, die 2.5-mal schneller arbeiten als die vierte Generation. Das ermöglicht ein weiteres Feature von DLSS 4 - Multi-Frame Generation (MFG). Statt nur ein KI-generiertes Zwischenbild pro klassisch gerendertem Bild zu erzeugen, können damit drei Bilder ohne Nutzung der SMs und CPU generiert werden.
Aufgrund der durch die Technologie verursachten Latenzkosten ist Reflex bei der DLSS-3-Frame-Generierung obligatorisch. Die Generierung mehrerer Frames erfordert eine ebenso ausgefeilte Technologie, daher kommt nun Reflex 2 zum Einsatz. NVIDIA behauptet, mit Frame Warp eine Reduzierung der Latenz um 75 % erreicht zu haben, das die Kamerapositionen (Ansichtsfenster) basierend auf Benutzereingaben in Echtzeit aktualisiert und dann zeitliche Informationen verwendet, um das anzuzeigende Frame zu rekonstruieren.
Die Kühlung erfolgt über zwei große Alu-Finnenblöcke, die über mehrere Kuper-Heatpipes verbunden sind und drei temperaturgesteuerte Axial-Lüfter mit 0dB-Zero-Fan-Modus (2x 93 mm). Für eine bunte RGB-Optik sorgen die beleuchteten Lüfter und die rechte Linienstruktur.
Für eine Bildübertragung von 4K-/Ultra-HD-Auflösungen stehen insgesamt drei DisplayPorts-2.1b- und ein HDMI-2.1b-Anschluss bereit.
Für die ausreichende Stromversorgung dient der neue 16-polige PCIe Gen5-Anschluss (Adapter-Kabel 3x 8-Pin PCIe im Lieferumfang enthalten).
Puncto Verarbeitungsqualität gibt es an unserem Testmuster nichts zu bemängeln. Nette Dreingabe: Im Lieferumfang liegt eine Grafikkartenhalterung aus Metall bei.
Darüber hinaus lassen sich die Taktraten von Grafikchip und Videospeicher anpassen. Das Power-Target (Leistungsaufnahme) und Temperature-Target (Temperatur) lassen sich ebenfalls optimieren. Zusätzlich können auch die Lüfterkurven justiert werden. Praktischerweise gibt es auch noch für iOS und Android eine übersichtliche Smartphone-App, welche die oben genannten Einstellungsmöglichkeiten bietet.
Christoph meint: Das interessanteste und beste Modell aus der neuen GeForce RTX 5000 Serie!
“Das Fazit der GeForce RTX 5070 Ti könnte aus dem Test der GeForce RTX 5080 kopiert werden: Im direkten Vergleich mit dem Grafikchip der GeForce RTX 4070 Ti SUPER (AD103-275-A1) können die Spezifikationen der GB203-Grafikeinheit (GeForce RTX 5070 Ti) nur bedingt überzeugen. Ein Blick auf die Benchmarks zeigt, dass sich die native (Roh)Leistung kaum gesteigert hat gegenüber der Vorgängergeneration (max. 10-12 Prozent). Erst die Verbesserung der Blackwell-Architektur sowie des Fertigungsverfahren reißen das Ruder rum. So sorgt zum Beispiel der neue GDDR7-Grafikspeicher für ein kleines Leistungsplus. Doch erst die aktualisierten Tensor-Kerne der fünften Generation bringen, dank Multi Frame Generation, den erhofften Leistungssprung. Immerhin: Die Leistungsaufnahme unter Last gefällt. Zusammengefasst: Als Besitzer einer GeForce RTX 4070 Ti SUPER zahlt sich ein Upgrade nur dann aus, wenn man unbedingt DLSS 4 MFG nutzen möchte bzw. kann.
Noch ein paar Worte zu unserem Testmuster von KFA2: Neben der ordentlichen Leistung wissen auch Verarbeitungsqualität, Overclocking-Potenzial und (RGB-)Optik zu gefallen. Auch das durchdachte Kühlkonzept (sehr gute Kühlleistung und recht geringe Lautstärke) und die umfangreiche Software/App sprechen für die KFA2 GeForce RTX 5070 Ti 1-Click OC.
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