Arbeitsspeicher könnte in den kommenden Monaten erneut deutlich teurer werden. Laut einem Bericht von ZDNet Korea fordert Samsung in den laufenden Preisverhandlungen für das dritte Quartal 2026 höhere Verkaufspreise für DRAM-Speicher. Je nach Produkt sollen die Preise um bis zu 20 Prozent gegenüber dem Vorquartal steigen, bei LPDDR-Speicher für Smartphones sind sogar noch größere Aufschläge im Gespräch.
Ob die Kunden die geforderten Preise vollständig akzeptieren, ist derzeit noch offen. Fest steht jedoch, dass die Nachfrage nach Speicherchips – insbesondere durch den Ausbau von Rechenzentren und KI-Anwendungen – weiterhin hoch ist, während das Angebot knapp bleibt.
Bereits in den vergangenen Quartalen hatte Samsung die Preise deutlich angehoben. Analysten gehen davon aus, dass sich die Lage auch 2027 kaum entspannen wird. Für Verbraucher könnte das spürbare Folgen haben, denn steigende Speicherpreise verteuern langfristig auch Produkte wie SSDs, Grafikkarten, Notebooks und Smartphones.
Zusätzlich steht der DRAM-Markt derzeit unter Beobachtung: Gegen Samsung sowie die Speicherhersteller SK Hynix und Micron läuft in den USA eine Sammelklage. Ihnen wird vorgeworfen, das Angebot künstlich verknappt und dadurch höhere Preise begünstigt zu haben. Die Vorwürfe sind bislang jedoch nicht gerichtlich bestätigt.
Christoph Miklos ist nicht nur der „Papa“ von Game-/Hardwarezoom, sondern seit 1998 Technik- und Spiele-Journalist. In seiner Freizeit liest er DC-Comics (BATMAN!), spielt leidenschaftlich gerne World of Warcraft und schaut gerne Star Trek Serien.
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