PlayStation-Hammer: Sony schafft Spiele-Discs ab! Ab 2028 nur noch digital
Sony läutet das Ende einer Ära ein: Ab Anfang 2028 sollen neue PlayStation-Spiele nicht mehr auf Disc erscheinen.
Von Christoph Miklos am 01.07.2026 - 15:58 Uhr - Quelle: Sony

Fakten

Hersteller

Sony

Release

Weihnachten 2020

Produkt

Komplettsystem

Preis

599 Euro

Webseite

Sony läutet das Ende einer Ära ein: Ab Anfang 2028 sollen neue PlayStation-Spiele nicht mehr auf Disc erscheinen. Künftig setzt das Unternehmen vollständig auf digitale Downloads – sowohl bei Eigenproduktionen der PlayStation Studios als auch bei Titeln von Drittanbietern.
Wie Sony in einem offiziellen Blogbeitrag erklärt, sei dieser Schritt eine Reaktion auf das veränderte Kaufverhalten der Spieler. Die Mehrheit der Community greife inzwischen bevorzugt zu digitalen Versionen, weshalb man das Angebot entsprechend anpassen wolle.
"Dies ist ein logischer Schritt für Sony Interactive Entertainment, um sich an die Verbrauchertrends anzupassen, da die allgemeine Präferenz für digitale Medien deutlich über die für physische Datenträger hinausgeht."
Mit der Umstellung endet damit die klassische Disc-Ära auf der PlayStation. Bereits seit Jahren steigt der Anteil digital verkaufter Spiele kontinuierlich, während der Absatz physischer Datenträger immer weiter zurückgeht. Sony hatte diesen Wandel bereits mit den Digital-Editionen der PlayStation-Konsolen vorbereitet.

Verpackungen bleiben – aber ohne Disc?


Komplett aus den Ladenregalen verschwinden physische Versionen allerdings nicht. Laut Sony sollen Spiele weiterhin im Einzelhandel erhältlich sein. Statt einer Blu-ray dürften die Verpackungen künftig jedoch lediglich einen Download-Code enthalten, über den sich das Spiel digital freischalten lässt.
Ein ähnliches Konzept kommt bereits bei einem der größten Spiele des Jahres zum Einsatz: Grand Theft Auto VI wird zwar auch als Handelsversion angeboten, enthält jedoch ebenfalls keinen Datenträger mehr, sondern lediglich einen Download-Code.
Mit der Entscheidung setzt Sony konsequent auf eine vollständig digitale Zukunft – ein Schritt, der den Komfort für viele Spieler erhöht, gleichzeitig aber auch die Debatte um Eigentum, Datensicherung und den Erhalt physischer Spielesammlungen weiter anheizen dürfte.
Christoph Miklos ist nicht nur der „Papa“ von Game-/Hardwarezoom, sondern seit 1998 Technik- und Spiele-Journalist. In seiner Freizeit liest er DC-Comics (BATMAN!), spielt leidenschaftlich gerne World of Warcraft und schaut gerne Star Trek Serien.

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